Samstag, 27. Januar 2018

Größtes Psychtrance-Festival im Rhein-Neckar-Kreis feiert Riesenerfolg

Größtes Psychtrance-Festival im Rhein-Neckar-Kreis feiert Riesenerfolg Neckargemünd, November, Winterdepressionszeit: Depri Mike, mit bürgerlichem Namen Michael, begeisterte tausende als offiziell psychisch krank diagnostizierte Festivalbesucher mit einem depressiven und selbstironischen Mix aus schnulzigen Balladen, die auch jeden Gesunden depressiv stimmen, und basshaften Hardstyle-, House- und Psytrance-Sounds. Für den jungen Autisten, der sich nach eigener Aussage als depressiv empfindet und einsam, sein Leben als sinnloses Aushalten beschreibt, selbstzerstört durch mehrere psychiatrische Diagnosen und ein unverständnisvolles Familienumfeld, ist ein großer Traum wahrgeworden. Was kann es Schöneres geben, auf einer großen Bühne massenhafte Anerkennung zu erleben und für eine Randschicht aufzulegen, die hier Zusammenhalt und Verständnis feiert. Monotone und stimmungslose Zwischenrufe des DJs wie "Put the hands down the air" oder ein stöhnend sterbendes "Eahhhhh" lassen selbst die Minen der zahlreichen depressiven Besucher verzerren. Ein kleines bisschen Dank geht an MC Richi und Driv3r Milan. So war eine Weiterleitung eines Stellenangebots eines DJs von MC Richi an seinen Freund Depri Mike die Zündung der Festivalplanung gewesen, an deren Umsetzung auch Driv3r Milan als Fahrer und andere Freunde zum Aufbau und Verkauf mitwirkten. Die Idee, einen Gegenpol zu den langweiligen Festivals zu schaffen, wo fröhliche Menschen en mass hinströmen, erwartungsgemäß fröhlich sind und zu fröhlicher Musik weiter fröhlich für sich sind, traf auch in den Medien auf positive Resonanz. Warum nicht ein Festival, wo man zum gemeinsamen Ausheulen und Besprechen sonderbarer Ideen aufgrund einer Kostenübernahme der Krankenkassen sogar kostenfrei Einlass erhält? Die zunehmende Bekanntwerdung Depri Mikes soll ihm in Zukunft sogar Auftritte in NFL Stadien in Amerika bescheren, wo Tom Brady womöglich in die Rolle des Fans schlüpfen darf. Aber - wird Depri Mike noch Zeit für seine Freunde haben? Wie wird er mit dem plötzlichen Erfolg umgehen? Einen eigenen Football Verein in seinem Wohnort zu gründen, ist nur ein Plan, genau wie der Einsatz für mehr Football im Sportunterricht und mehr Musikunterricht mit Mischpulten. Der Autor dieses Artikels will Zeichen setzen für Akzeptanz, Verständnis, Anteilnahme, Verantwortungsbewusstsein, Umgang mit "Fremdem", Individualitätsförderung und die Illusion von Gleichheit auflösen, denn wir alle sind einzigartig, haben eigene Geschichten und Stärken!