Samstag, 14. April 2018

Der Lebensbeweis

Der Lebensbeweis:

Das Leben ist kein Kreis,  aber es ist eine Raute!



Das Leben ist kein Kreis.
Beim ersten Teil denkt man noch:
Ja klar, ich würde das nicht verneinen.
Warum sollte das Leben überhaupt irgendeine Form sein? oder haben? Das Leben ist schön oder nicht schön. Es ist kein Ponyhof, aber ein Kreis?

Und im zweiten Teil folgt dann die verblüffende Weisheit:
Ja, es ist kein Kreis,
aber das Leben ist eine Raute!

Im Folgenden will ich versuchen zu beweisen, dass das Leben eine Raute ist!


Ein lebendiger Tag wird mit einer Tasse Kaffee gestartet. Die Tasse ist zwar kreisförmig in ihrer Grundfläche, aber was zählt, ist, dass der Kaffee geradlinig auf den Boden, oder besser in den Mund, läuft, wenn ich die Tasse drehe.
Gerade wie die Kanten der Raute.

Auch der Teller, den wir oft benutzen, um lebenswichtige Nahrung aufzunehmen, ist rund,
aber wichtig ist auch hier wieder die Geradlinigkeit. Wenn wir stehen, sind wir selber eine Art vertikale Gerade, wo die Nahrung von M nach A annähernd gerade durchläuft. Auch die Kausalkette "erst Nahrung, dann solche Abbauprodukte dort und andere dann da"  ist doch eher gerade, so lange wir nicht versuchen, sie zu krümmen und uns um den Hals zu hängen. Für diesen Zweck gibt es logischerweise schönere Ketten.

Bei Leben denkt man ja immer auch direkt an unsere Erde.
Aber die ist kein Kreis und auch keine Kugel. 
Der Äquator, die Breite der Erde, ist nämlich etwa 42km länger als seine Höhe, die Distanz von Nord- zu Südpol.
Und wenn die Erde also mehr Ellipse als Kreis ist, ist sie tatsächlich auch mehr Raute!
Denn verbindet man die 2 äußersten Punkte der Breite und  die 2 äußersten Punkte der Höhe, so erhält man eine Raute!
Am Äquator ergeben sich dann 2 gleich große spitze Winkel und an den Polen 2 gleiche stumpfe.
Wäre die Erde eher Kugel und Kreis, würde sich ein Quadrat ergeben, wo nicht nur alle Seiten gleich lang sind, sondern auch die Winkel gleich groß.

Und drehen tut sich die Erde auch nicht um eine vertikale Achse wie ein Volleyball, dem man auf dem Boden liegend eine Drehung wie einem Kreisel verpassen kann.

Ja und mag sich im Raum alles Mögliche um irgendwas drehen, zum Beispiel Erde um Sonne, aber Mond um Erde, so verläuft die wesentliche Bewegung doch auf den Bahnen einer Raute!
Stell dir eine Raute mittig auf dem Koordinatenursprung vor, sodass die X-Achse und die Y-Achse ihren Mittelpunkt ergeben. 
Über der X-Achse siehst du nun den Lauf der Sonne und unter der X-Achse den Lauf des Mondes.
Die Y-Achse beschreibt den Stand der 2 Himmelskörper abhängig von der Tageszeit über der X-Achse.
Bei X=0 ist Mittag, also 12 Uhr.
Bei X=-12 ist Mitternacht, also 0 Uhr.
Von 0 Uhr bis 12 Uhr verschwindet der Mond mit der Zeit und die Sonne erscheint mit der Zeit.
Die Raute ist überall!
Ich glaube, auch im Sternenhimmel wesentlich häufiger als der Kreis.

Wenn das Leben ein Kreis wäre, wäre es sehr schwer.
Stell dir vor, du müsstest auf die Spitze des Kreises kommen.
Das wäre ein sehr steiler Weg.
Selbst das Runterkommen von der Raute würde sich als schöner erweisen.
Der Kreis ist generell eine ziemlich unnatürliche Erscheinung.

Und auch die als Kreise behandelten Kreisläufe in unserem Leben, der Wirtschaftskreislauf und der des Lebens, sind eigentlich gar keine! Ein Kreis hat nämlich unendlich viele Punkte, die alle den gleichen Abstand zum Mittelpunkt haben. Die Kreisläufe sind also nichts weiter als nette Versuche.
Denn es sind im Kreislauf des Lebens doch viel weniger Stationen.
Geburt. Wachstum. Tod.
Es ist eher ein Dreieck oder eine halbe Raute. Eine ganze Raute wird es, wenn man mit einem Partner zusammen lebt.
Die Spannung beider Leben steigt zunächst bis zur Midlife-Crisis und baut sich bis zum Tod wieder ab.
In der Mitte sind sich die beiden Partner auch am entferntesten, die sich bis zum Tod wieder annähern, wenn sie zusammenbleiben.


Du und ich, wir sind auch mehr Raute als Kreis.
Denn Nobody s perfect und jeder hat seine Ecken und Kanten, die uns besonders toll und liebenswert machen. Der Kreis allerdings hat so viele Ecken, dass man sie gar nicht mehr wahrnehnen kann.
Witzigerweise lässt sich diese vermeintliche Perfektion gar nicht beschreiben, weil man nicht genau weiß, wie viele Ecken der Kreis eigentlich hat.

Wir haben uns auch bis zur Erfindung des runden Rades sls Spezies wacker geschlagen.
Kreise sind unwichtig. Mit einem Kreis an der Speerspitze wären wir nicht dahin gekommen, wo wir heute sind.

Merkel ist eine personifzierte Raute.
Wo wären wir heute ohne diese Raute?

Und zuguterletzt ist das Leben ein schönes Spiel. Eine Raute. Der richtige Blick darauf ist entscheidend. Beim Kreis wäre es ja egal. Und apropos Spiel:
Und weil ich überzeugt bin, dass prozentual weniger Leute Playstation spielen, wo es einen Knopf mit einem Kreis gibt, als Leute, die Rauten als Hashtags setzen, ist auch hier die Raute die unser Leben beherrschende Geometrie!


Donnerstag, 5. April 2018

Spiel mit Logik

Spiel mit Logik


Ich weiß, daß Sie glauben, Sie verstünden,
was Sie denken, was ich gesagt habe;
aber ich bin mir nicht sicher, ob Sie begreifen,
dass das, was Sie gehört haben, nicht das ist, was ich meine.

Quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/DENKENTWICKLUNG/Logik.shtml

Wtf!
Wer denkt jetzt eigentlich was?
Was soll denn der andere denken nach dem Gesagten des einen?
Was will der eine, was der andere denkt?
Der eine ist sich nicht sicher, ob seine Bedeutung des Gesagten mit der des anderen übereinstimmt.
Der eine sagt, der andere denkt und versteht unmittelbar.
Der eine sagt,dass er denkt, dass der andere denkt,er hätte ihn richtig verstanden.
Er ist sich aber unsicher.
Es scheint, als würde für den anderen nach dem Hören die Bedeutung mit dem Gesagten sofort zusammenzufallen.
“was Sie denken, was ich gesagt habe”?
Der andere sollte ja genau das denken, was gesagt wurde. Oder?
Macht der Satz ohne “was Sie denken” nicht den gleichen Sinn?
“ob Sie begreifen” auch streichbar ohne Bedeutungsänderung?
Das Hören scheint begreifen und das Sagen denken lassen direkt mit zu enthalten.
Dass Hören begreifen schon beinhaltet?

Das Problem ist die Interpretation, die Bedeutungsebene.
Ist die Unterscheidung wichtig zwischen etwas
-denken
-verstehen
-meinen
-glauben
-wissen
-sagen
-hören

Glauben: nicht wissen, unsicher sein, der Überzeugung sein, denken zu wissen
Verstehen, begreifen: Bedeutung geben, von Gesagtem zu eigenem Gedanken
Meinen: war nicht so gemeint; ich meine, dass(Bedeutung geben oder nehmen)
Was meinst du damit? Was willst du damit sagen? (Bedeutung klären)
Sagen und Hören: 

Tricky finde ich auch die Wendung mit dem “nicht das ist”, ohne nicht wäre es verständlicher .
Abgewandelt: nicht sicher sein, ob Ihre Bedeutung nicht die ist, die ich ihr geben wollte..


Beispiel zur Verständlichung des Zitats


Udo(sagt):
Du bist ein Auto.

Uta(denkt): 
Udo hat gesagt, dass ich ein Auto bin.
Ich meine, Autos sind scheiße, weil sie ungesund für Umwelt und Fahrer sind.
Weil ich = Auto = scheiße, meint Udo, ich bin scheiße.
Ich verstehe, ich bin also scheiße!
(Udo ist selber scheiße!)

Udo(sagt): 
Ich weiß, dass du glaubst,
du verstündest, 
was du denkst, was ich gesagt habe;
aber ich bin mir nicht sicher, ob du begreifst, 
dass das, was du gehört hast, 
nicht das ist, was ich meine.

Ich mach’s kurz, dass du micht nicht falsch verstehst:
Ich sagte nicht, dass du scheiße bist.
Ich denke nicht, dass Autos scheiße sind.
Ich meine nicht, dass Auto-sein scheiße-sein bedeutet.
Ich meine nicht, dass du scheiße bist.
Hast du gehört, dass du scheiße bist?
Scheiße sein ist nicht, was ich unter Auto sein verstehe.
(Du bist nur ein Auto, aber nicht scheiße.)
Einfache Frage an dich: Hast du verstanden, ich hätte gesagt, dass du scheiße bist?

Uta(sagt):
Ja, das habe ich verstanden.

Udo(sagt): 
Aha! Jetzt weiß ich also, dass das, was du verstanden hast, was du gehört hast, nicht das ist, was ich meine!

Donnerstag, 29. März 2018

MACH DOCH AUS DEN MÜCKEN KEINE ELEFANTEN

MACH DOCH AUS DEN MÜCKEN KEINE ELEFANTEN 

Danksagung an: Milan und Mike


"Mach doch aus den Mücken keine Elefanten!", 
warnte ich meinen Freund Mikan.
"Hast du eigentlich mal über die Konsequenzen nachgedacht?"
Musste der Typ denn immer übertreiben?

Damals in den Weihnachtsferien hatte er schon aus Langeweile ein Modell eines Teslas hergestellt. Aus Holz gegossen hat er das, genauergenommen aus geschmolzenen Nussschalen. 
Und das war vor drei Jahren, als wir noch in der 6. Klasse waren.
Wir zwei hatten uns erst ein Jahr zuvor im naturwissenschaftlichen Zweig des Gymnasiums angefreundet. Aber dafür ziemlich schnell. Ich bin bis heute von seinen originellen Erfindungen beeindruckt, mögen sie für die anderen noch so klein, unbedeutend und unverständlich sein. Dabei war es ein guter Zufall, dass der Wechsel von der Grundschule ins sprachlich-kulturelle Profil für mich nicht geklappt hatte und ich in Mikans Klasse kam.

Jetzt standen wir in Mikans Zimmer vor der Fensterbank.
Es war das erste Wochenende nach den Osterferien.
Mikan hatte das Glas mit den Mücken in der Hand, worin er schon seit unserer ersten Begegnung tote Mücken sammelte. Es war so ein großes Glas, worin sie auch in Naturkundemuseen große Föten konservieren. Nicht viel weniger eklig eigentlich.
Als Mikan mit dem Sammeln anfing, sammelten andere Pokemonkarten, Briefmarken, Fußballsticker, Footballcaps - oder auch Müll - das war ihm aber alles zu normal und langweilig.
Warum sollte er nicht tote Mücken sammeln, dachte er sich eines warmen Julitages, während er im Bett Französisch lernte.
Die Mücken würden ja eh getötet werden, weil sie nervten. Normal.
Warum aber sollte man sie nicht sammeln können - oder dürfen - anstatt sie wegzuschmeißen?

Mikans Mutter versteht Mikans Hobby bis heute nicht. Bloß kann sie seine Leidenschaft bis heute leider auch weder akzeptieren noch tolerieren. Streit um verschiedene Dinge, die den anderen eigentlich gar betreffen, sind da an der Tagesordnung. Warum ist es so schwer, die Freiheit der anderen zu tolerieren? "Mach mal was Vernünftiges.", sagt seine Mutter oft. Dabei scheint für sie "vernünftig" nicht etwas zu sein, was "rational logischem" Sinn entspringt, sondern nur etwas, dass "normal für sie" ist.
Aber vielleicht macht sie sich auch nur zu viele Sorgen. Dass aus dem vermeintlichen Freak in der normalen Gesellschaft nichts wird.
Viele vergessen, dass Innovationen und neue Entdeckungen gerade denen zu verdanken sind, die out of the box denken.

Ich persönlich finde Mikan cool, mit seinen Ideen und Hobbys.
Aber ich bin ja selber verrückt und mache mir mit meinen Ideen nicht sehr viele Freunde. Ich glaube einige haben Angst, um ihr normales Leben, dass ihr Gewohnheitszug entgleist.

Mikan stellte das Glas auf seinen Schreibtisch, der nicht weniger kryptisch beschrieben war als die Blätter darauf.
Er breitete einen Haufen Blätter auf dem Boden aus und erklärte:
"Wie gesagt, Drahcir. Ich war nicht nur trainieren, essen und Musik hören in meinen Ferien. Als ich einmal längere Zeit tagsüber im Bett lag und die Wand anstarrte, während ich über mein Leben und alles nachdachte, fiel mir auf, ich könnte ja mal den Blickwinkel ändern. 
Also wendete ich mich etwas und schaute aus dem Fenster. Irgendwie nervte mich das große Glas auf der Fensterbank.
Es war ja doch irgendwie plötzlich sinnlos, dass es da stand. 
Wäre meine Mediensucht nicht gewesen, hätte ich das Glas wahrscheinlich spontan entsorgt.
Mit Handy im Bett hatte ich vor kurzem auf Facebook was zum Thema "Vegan", Tierhaltung, Fleisch essen, Gebiss und Klimawandel gelesen.
Es gibt ja auch dieses Sprichwort: aus der Mücke einen Elefanten machen.
Sofort war mir klar: Ich werde die vielen toten Mücken zu toten Elefanten verwandeln, die Fleisch und Elfenbein bieten. Da sie dann eh schon tot sind, muss das Töten moralisch gar nicht mehr bedacht werden."
Mikan zeigte Fotos von Elefanten, afrikanischen und asiatischen, und kleinen schwarzen und großen bunten Mücken. Eine Gegenüberstellung von Gemeinsamkeiten in der Anatomie - beide haben Kopf, Körper und Beine. Einen Vergleich ihrer DNA-Bausteine und Planungen zur DNA-Modifikation sowie Skizzen der Metamorphose vom Mückenkörper zum Elefantenkörper.

"Ja, Mikan.", unterbrach ich ihn kurzerhand.
"An sich ist es ja schon ziemlich abgefahren. Aber du kannst doch nicht im Ernst aus Mücken Elefanten machen. Das kann wissenschaftlich doch schon theoretisch kaum möglich sein.
Der Elefant hat ja tausendfach mehr Masse."

"Je nach Art und Geschlecht millionenfach mehr.", verbesserte mich Mikan.

"Hast du dein Verfahren schon mal getestet?", fragte ich.

"Ja, mit 2-3 Mücken auf dem Dachboden. Ich habe einfach die DNA extrahiert, wie wir es in der Schule mal gemacht hatten. 
Im Internet habe ich recherchiert, welche Reagenzien welche Basen in der Doppelhelix verändern und welche Aminiosäuren und folglich Proteine, Fette und Gewebe sich dadurch ergeben.
Das Wachstum und die Zellteilung im toten Körper initiierte ich mit einem speziellen Primer, den ich aus der Barbecue-Sauce getrennt hatte. Alles kein Hexenwerk.
Allerdings beschränkte ich das kontrollierte Wachstum auf die Größe des Dachbodens."

Ich staunte.

"Ich will ja aus der Mücke keinen Elefanten machen.
Aber ich wittere trotz deiner noch so guten Idee große Gefahren.
Neider, die dir den Erfolg nicht erlauben wollen. Machthungrige, die dich bestechen wollen und deine Erfindung missbrauchen könnten."

"Drahcir, mach doch einmal nicht aus der Mücke einen Elefanten.
Denk mal bitte ein kleines bisschen positiv."

Sonntag, 25. März 2018

Putzsucht (90 Prozent Wahrheit)

Putzsucht

Das Essen war fertig.
Er wurde zum Essen gerufen.
Doch er kam nicht.
Er hatte sich im Bad festgeputzt am Waschmittelfach der Waschmaschine.
Das mittlere Weichspülerfach war schimmlig und aufgeweicht.
Er füllte das Fach mit Allzweckreiniger auf und ging kurz zwei Teller "Kartoffeln, Möhren, Hackfleisch mit Zwiebeln und runder Zucchini" essen.
Er setzte das Waschmittelfach wieder ein, wischte auf Waschmaschine und Trockner, wischte Schlieren auf der Vorderseite und mit gewaschenen Händen über das Handy für die Kamera. Das Handy könnte auch noch geputzt werden...

Die Küche musste geputzt werden. Erst gesaugt, dann gewischt.
Aber erst sollte der Backofen geputzt werden, weil nach dem Wischen die Küche erst mal nicht zu betreten wäre.
Das Wohnzimmer konnte auch direkt dran glauben und MUSSTE geputzt werden.
Dann der Gedanke, dass danach der Tisch gewischt werden MÜSSTE, während die Restmülltüte ihren Weg nach draußen fand.
War das Bad eigentlich sauber genug? Wie viel Zeit lohnte es sich in die Verfärbungen im Ofen zu stecken?
Was würde passieren, wenn die Kanten der Duschkabine nicht genug geputzt wären?
Wäre es nicht witzig, nur das Fenster zur Straße zu putzen, gründlich und langsam, dass viele ihm zusehen können,  nur um das Image der faulen und mediensüchtigen Jugend wegzuputzen?
Er könnte putzen, putzen und putzen. Wenn die Wohnung irgendwann fertig wäre, würde er nachts in fremde Wohnungen einbrechen, um seine Sucht zu befriedigen. Er würde seine Ausbildung abbrechen: Er muss putzen, er ist jetzt Putze und manchmal kocht er auch.
"Topf sucht Deckel - Mann mit Hang zum Putzen und fähig Essbares zu kochen sucht Frau mit richtigem Job".

Im Auftrag des Freundes M.K. eine Warnung, um vorzeitiges Sterben durch Putzen mit chemischen Mitteln vorzubeugen:

Dienstag, 20. März 2018

[Bericht] Frühjahrsputzaktion 2018 in Heidelberg


Neckargemünd/Heidelberg
Sonntag, den 18. März 2018

Ich möchte Ihnen gerne von unserer gestrigen Teilnahme an der Frühjahrsputzaktion in Heidelberg berichten, an der ich mit meinem Freund Milan aus Neunkirchen bei Eberbach teilnahm.

Wir hatten fast vier Stunden trotz gefrierbrennender Finger vollen Spaß. 
Ich denke, dass der Anblick Müllsammelnder sich über Gewissen und Unterbewusstsein als gewonnenes Verantwortungsbewusstsein(Umweltbewusstsein) im Geist manifestieren kann.

Wir hatten uns zu zweit für die Strecke Bismarckplatz bis Heidelberg-Altstadt in der Zeit 14:30-17:30 angemeldet.
Wir wollen aus organisatorischen Gründen bemerken, dass wir spontan an der Station Heidelberg-Altstadt begannen und bloß bis zu der Hauptstraße Höhe Marstallstraße gelangten, aber dafür fast vier Zeitstunden aufwendeten.

Es gab viele anerkennende Blicke, nach dem ungeplanten Riss eines Müllsacks einen neuen aus der spendablen Hand eines Anwohners und Würstchen im Brötchen als Antwort, ob wir freiwillig arbeiten.
Es gab erstaunlich viel zu sammeln vor dem Rathaus, leider zu viel Volumen für unsere Tüten im nahen Umkreis des Karlstors und viel zu viele kleine Zigarettenkippen, worunter nur die ästhetisch unansehnlichsten dran glauben durften.

Besondere Funde waren ein Teebeutel, nahezu auf den Boden geschweißt, im Six-Pack-Karton aus dem Gebüsch zwei volle Bier(unter MHD) und eine 20 Cent-Münze.

Wir bedanken uns für die offizielle Erlaubnis des Müllsammeln und können es nur weiterempfehlen!
Die Müllzangen für 1€ pro Stück stammten von Tedi in Eberbach und funktionieren weiterhin einwandfrei. Das Geschicklichkeitsspiel, mit langem Greifer nach verschiedenstem Müll zu greifen, empfehle ich allen, die an der frischen Luft etwas für die Umwelt tun wollen, für das Bewusstsein der Leute und ihr Geschick, ihre Wahrnehmung und mindestens Handmuskulatur zu trainieren.


Samstag, 17. März 2018

[Ideologie?] Wie du endlich auch richtig einkaufst!


Wie kaufe ich richtig ein?

Herzlich willkommen beim nicht vorhandenen Radiosender „Wir senden, was wir wollen“.
Was Sie hören, ist teilweise erfunden.
Mein Name ist Richard und ich bin ein Kaninchen.

Unser Thema heute:
Dein erstes Mal – richtig einkaufen

Hierzu im Studio der Imagination:
mein Gast aus einer weit entfernten Metropole Herr Professor Dr. Dr. Master Bachelor und Diplom für angelernte Einkaufsfähigkiet, dessen Name aus Datenschutzgründen nicht gewünscht ist genannt zu werden.
Der fremd betitelte Ideologist empfiehlt, befiehlt dazu die einzige wahre und reale Vorgehensweise, wie man richtig einzukaufen hat.

Danke für Ihre Einladung und die schmeichelhafte Einleitung.
Und danke, dass Sie mich endlich zu Wort kommen lassen.
Ich kann mir Besseres vorstellen, als hier bei Ihnen zu sein.
Ich hoffe, Sie sind psychisch stabil genug für die Wahrheit.
Ich bin ein ehrlicher und direkter Professor.

Nun:
Bevor wir über Einkaufen sprechen können, muss zuerst einmal natürlich definiert werden, was Einkaufen eigentlich im Kern bedeutet.
Schon vor 5 Jahren habe ich mit anderen eine adäquate Definition herausgefunden.
Einkaufen ist das bewusst oder unbewusst willentliche Abschließen von Kaufverträgen einer geschäftsfähigen Person, wobei sie gegen Geld das Eigentumsrecht einer Sache und die Sache selbst bekommt, die sie zu ihrem Glück durch Bedürfnisbefriedigung braucht.

Es gibt viele Gründe, warum Menschen einkaufen gehen.
Vor allem beim ersten Mal Einkaufen sollte darauf geachtet werden, dass man alles richtig macht, damit das erste Mal als besonders positives Erlebnis in Erinnerung bleibt.
Ganz wichtig sind Fragen wie 
1) "Wo soll ich einkaufen?", 
2) "Was darf ich einkaufen?", 
3) "Wie werde ich beim Einkaufen von anderen wahrgenommen und was sagt der Einkauf über meine Persönlichkeit aus?".

Weil ich viele Jahre studiert habe und mehr als einen Doktortitel habe, ist alles, was ich sage, wahr und richtig. Meine Anleitungen zum richtigen Einkaufen sind für jeden verpflichtend und verbindlich und der richtige Weg, ein besserer Mensch zu werden.
Als Beweis für die Richtigkeit meines logischen und richtigen Denkens habe ich natürlich meine wichtigsten schriftlichen mit höchsten Auszeichnungen versehenen Arbeiten mitgebracht, die Sie in der Mediathek downloaden können.

Dummerweise habe ich alles extra so intelligent geschrieben, dass mich niemand versteht und vieles so hübsch formuliert, dass gar nicht die eine richtige Interpretation meiner Worte möglich ist. 

Aber Wissen ist Macht und ich finde es ganz nett, Einfluss und gutes Gehalt zu haben, und meine schlauen Gedanken so zu teilen, wie es gerade passt.
Manchmal schreibe ich sogar so intelligent, dass ich meine eigenen Worte nicht mehr verstehen kann. Aber das bleibt unter uns. Ich halte viel von Privatsphäre.

Die einfachen Leute denken eh zu wenig frei und selbst, um meine Gedanken zu verstehen, geschweige denn zu übernehmen.

Reden ohne dabei zu denken funktioniert ja bekanntlich ganz gut, diese Angewohnheit sollten Sie aber spätestens beim Einkaufen ablegen und genau überlegen, was Sie wirklich eingekauft zu haben brauchen. 

Und passen Sie ja gut auf, was Sie einkaufen!
Sie regen sich vor allem jeden Montag auf, dass Sie zur Arbeit müssen, wo Sie ihr Geld zwangsläufig beziehen müssen.
Also passen Sie auf, was Sie damit machen. Was ist Ihr Geld, Ihre Arbeit, Ihre LEBENSZEIT wert! Natürlich wissen Sie, dass Sie das meiste im Angebot gar nicht brauchen. Aber bei allem, was Sie am Ende dann im Wagen haben:
Brauchen Sie wirklich alles, was Sie dachten, Sie bräuchten es? 
Brauchen Sie einen Käse, der Sie genauso gerechtfertigt als Tiermörder kritisiert wie die Eier daneben? 
Ihren persönlichen Tod kaufen Sie direkt mit ein:
Käse = Fett = ungesund = Tod = ungesund = Cholesterin = Eier
Alles, was keine Lebensmittel sind: Schämen Sie sich wegen Kleidung, die Sie vielleicht sogar wirklich bräuchten. Sie brandmarkt zuletzt Ihr Gewissen, dass Sie Firmen unterstützen, die Kinder oder andere Menschen sehr viel hart und sehr schlecht bezahlt arbeiten lassen. 
Sterben Sie innerlich vor Sorge, wenn Sie sich an die Chemie in Zahnpasta und Hygieneartikeln wie Deodorants erinnern.
Glauben Sie keinem "dieses Produkt ist moralisch unbedenklich"-Aufkleber, den Sie nicht selbst gefälscht haben.
Also: was wollen Sie jetzt eigentlich wirklich essen? Pflanzen essen, weil Wissenschaftler noch keinen Artikel publiziert haben "Pflanzen schlauer und empathischer als erwartet!"?
Pflanzen sind Lebewesen. Und ihr Verspeisen bedeutet den indirekten Tod anderer Tiere, einer vermeintlich höher entwickelten und somit wertvolleren Spezies.
Statt die Karotten selbst zu essen, könnten Sie diese im Wald an Hasen verfüttern, die ja auch Nahrung zum Überleben brauchen. Und jetzt die Frage: Wie viele Karotten haben Sie schon im Wald wachsen sehen? Wie sollen da die Hasen nicht auch bald vom Aussterben bedroht sein? 
Sie Mörder! Glauben Sie echt, Ihr Einkaufsverhalten gehe nicht schon bald in die Datenbank der Justiz ein?

Zahlen Sie an der Kasse unbedingt bargeldlos! Gewöhnen Sie sich schon vor der Abschaffung des unnötigen Bargeldes unbedingt rechtzeitig daran, ohne dieses Schwermetall klar zu kommen.

Ich kann Ihnen zu allerletzt nur noh eines zum Einkaufen raten.
Lassen Sie es einfach!

Legen Sie etwas Geld beiseite und sparen darauf, sich Ihr Essen selbst zu drucken und zu designen.
Nutzen Sie jetzt schon die Möglichkeit des Selbstversorgens!
Machen Sie sich frei und unabhängig von der Industrie und der Chemie. Vom System, in dem ich auch eingsperrt bin.
Lesen Sie im Internet auf unabhängigen Blogs, wie Sie Salat anbauen oder wie viel Fläche Getreide Sie für wie viele Brötchen benötigen. Achten Sie auf Ihr gesundes Bauchgefühl, welche Informationen wahr sind.
Machen Sie sich frei von Märkten, die Sie nicht versorgen, sondern in Wahrheit Sie ausbeuten, um noch reicher zu werden. Schmeißen Sie Ihre Rosa Brille doch weg!  Befreien Sie sich von unnötiger Scheiße!
Und was Sie alles einsparen, wenn Sie nicht mehr einkaufen müssen!
Stress bei der Münzsuche für den Einkaufswagen. Unfreundliche Kassierer. Schlangen von Kunden, die noch mehr "Unnötiges" als Sie und auch noch vor Ihnen einkaufen.
Sie sparen sich die Sorge, vergiftet zu werden. Ob alles fair-trade und moralisch fein ist. Zeit für den Weg zum Laden. Zeit im Laden. Zeit beim Ausräumen. Zeit beim Essen?

Fortsetzung/Bearbeitung folgt..
Stand: 5.04.2018


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Notizen:
Stress an Kasse, Payback-Punkte, Schlangen, Unfreundlichkeit

Einkaufswagen kostet nen Euro, Vor- und Nachteile
Achtung vor Kaufsucht! Es macht süchtig, Dinge in den Wagen zu legen.
Sucht nach Reinleg-Bewegung, die mit Glück in der Benutzung gekoppelt ist.

Was ist gesund einzukaufen?
Billige Preise?
Bio, öko?
Vegan?
Was soll ich kaufen?

Magen- Darm- Zufriedenheit?
Was spricht der innere "Schlangenhund"?

Mindeshaltbarkeitsdatum? Wegwerfen von abgelaufenen Produkten, Containern..

Mögliche weitere Inspiration durch Wirtschaftskunde Thema "Verbraucherschutz"!

Freitag, 16. März 2018

Ich und mein Stahl

Ich und mein Stahl
(nach Ich und mein Holz)

Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
Ok das Schlichten beginnt 
und du bekommst ne Feile.
Ich und mein Stahl.
Und das Thema heute, 
es heißt Keile.
Ich und mein, ich und mein Stahl.
Stahl ist recht schwer, 
die Bearbeitung eher wenig.
Ich und mein Stahl.
Du kannst es fräsen, du kannst es drehen.
Ich und mein, ich und mein Stahl.
Wenn du es zerspanst, 
dann gibt es Späne.
Ich und mein, ich und mein Stahl.
Aber wenn du es biegst, dann nicht, oh!
Und jetzt alle, die Suppe mit Löffel essen lieben!

Refrain:
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
(Stahli, Stahli, Stahl)
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
Ich und mein, 
ich und mein Stahl, mein Stahl.

Ich und mein Stahl, 
wir sind unlösbar verbunden,
hdgdl, wir sind krass verschweißt.
So krass, warum nicht jeder damit spielen will,
und nicht nur weil man es wunderbar vielfältig trennen kann,
nein, man kann es auch verbinden!
So und jetzt nochmal alle mit Eisen im Blut, yo!

Refrain:
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
(Stahli, Stahli, Stahl)
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
Ich und mein, 
ich und mein Stahl, mein Stahl.

Mit Stahlträgern kann man 
voll coole Brücken bauen.
Und wenn die Brücke bricht,
dann war es Stahl nicht,
denn dem Stahl kann man vertrauen.

Du bist auf Kettensäge stolz,
denkst ist geiler Werkstoff dieses Holz,
ich fertige Motoren an der Werkbank,
fröhliche Kunden sind der Dank.

Viel mehr Gegenstände aus Stahl sollten den Alltag ergänzen,
Stahl ist glatt und er kann glänzen.
Das Leben beginnt,
wenn Roheisen zu Stahl verbrennt.

Mein Kissen, mein Teddy,
meine Hose, mein Haus.
Mein Tisch, mein Klo
und meine Zähne sehen aus Stahl viel besser aus.

Do not put your hands in the lathe!

Refrain:
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
(Stahli, Stahli, Stahl)
Ich und mein Stahl.
Ich und mein Stahl.
Ich und mein, 
ich und mein Stahl, mein Stahl.


Sonntag, 11. März 2018

Der Wolf und die 7 und 10 Millionen Greislein

Brutaler Titel für ein Märchen

Den demografischen Wandel aufhalten

Der Wolf und die sieben und zehn Millionen Greislein
(Ein Märchen zur Stoppung des demografischen Wandels)

Es waren einmal sieben und zehn Millionen Greislein, die keiner lieb hatte und die für alle nur eine Last waren. 
Weil in den letzten Jahren immer weniger Kinder in Deutschland geboren wurden, war der Anteil der alten das Renteneintrittsalter überschrittenen Greislein sehr groß geworden. Diese waren durch die Rente von Arbeit befreit, verdienten also kein Geld, hatten keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr, sondern kosteten dafür sogar die jungen Generationen einen ganzen Haufen Geld. Das Problem bestand darin, dass zum einen immer weniger Menschen eine feste Beziehung eingingen, die Anzahl der Single-Haushalte stieg, und auf der anderen Seite von den Paaren sich immer mehr bewusst gegen Kinder entschieden. Sei es, weil die Welt eh schon übervölkert ist, die Karriere und persönliche Freiheit Vorrang haben, oder aus Scheu vor Verantwortung in unsicherer Zukunft. Immer weniger Junge mussten immer mehr Alte finanzieren.
Die Pflege der Alten, liebevoll Greislein genannt, gestaltete sich auch schwierig.
Denn nur wenige junge Menschen hatten Lust auf körperlich und seelisch anstrengende Arbeit, die nur schlecht bezahlt wurde.
So kam es, dass die Greislein nicht sehr beliebt waren. Manche Greislein hatten keine Nachkommen mehr, die für sie da waren. Oder die Verwandten hatten mit ihren eigenen Lebensläufen zu kämpfen. 
Eines Tages wollte die Bundeskanzlerin, die von allen fürsorglich Mutti der Nation genannt wurde, nach China reisen.
"Ich werde das Vaterland für ein paar Monate verlassen.", sagte sie den Greislein. "Ich will gucken, wie Familie und Rente in anderen Ländern funktioniert."
Eine große Warnung sprach sie auch aus: "Liebe Greißlein, nehmt euch in acht! Ich fürchte, die Fleischereien könnten euch in die Falle locken."
Weil Fleisch von Jungtieren nach neuen Gesetzen nicht mehr hergestellt werden durfte, litt darunter der Verkaufserlös der Fleischereien.
Und als die Regierungsspitze weit fort war, begann das Bündnis der Fleischereien und auch Bauern mit dem Bau von vermeintlichen Luxusseniorenappartements.

Die nachfolgenden Szenen wurden zensiert bzw. aus Rücksicht und Geschmacklosigkeit nicht geschrieben.


Quelle: 
https://de.statista.com/themen/172/senioren/


--/-///-
Notizen zum Entstehungsprozess:

update

märchen schreiben
ursache demografischer wandel
lösung
schutz der tiere


Original
Mama spricht Warnung aus.
Geislein halten sich nicht dran.
3 Versuche Wolf.
Fressen. Rache. Tod.

Greislein.
Verniedlichungsform von Greis.
Süsse Omas und Opas.

Wolf.
Meint nicht den Wolf als Tier, weil er in Deutschland ausgestorben sein soll. Sondern den Fleischwolf in fleischverarbeitenden Betrieben.


mutter erde
mutter natur
mutti merkel

problem sind die kinder

mutter spricht warnung aus

täuschung der kinder

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Warnung aussprechen..

Samstag, 24. Februar 2018

[Pastiche] Scheiss auf Jungs

Scheiss auf „Scheiss auf Jungs“ 
Original by MeltemMusic


Sie hat dich wieder sehr gerädert,
jeden Tag und jede Nacht,
und du schickst mir noch ne Message,
was die Musik mit dir so macht.

Deine Ohren taub vom Hören,
deine Nerven ruiniert,
wir haben uns, uns 2 Bären,
komm doch her auf 2,3 Bier.

Ich weiß, ihr Text ist männerfeindlich,
was hörst den Scheiss auch freiwillig,
ich weiß, du bist oberflächlich,
aber was die singt, geht einfach nicht!

Selbst wenn die auf Männer reinfällt,
sind nicht alle Männer scheisse,
nicht nur Aussehen ist, was zählt,
leider begreifen's nicht die meisten.

Ich sag:
Sie sieht nur gut aus,
denkt zu wenig, aber laut.

Dein Verstand ist voller Scharfsinn,
Versteck ihn nicht hinter Schönheit,
sie lässt die falschen zu dir leit'n,
bitte schau viel genauer hin.

Ich sag:
Sie sieht nur gut aus,
denkt zu wenig, aber laut.

Selbst wenn ihr Bild dir gefällt,
sie basht unser Image, unser Geschlecht,
es ist der Text, der sie entstellt,
was die sagt, ist einfach frech!

Ich sag:
Sie sieht nur gut aus,
denkt zu wenig, aber laut.

Ich weiß, dass du suchend bist
Und die richtige vermisst,
aber weißt du,
du darfst Glaube, Geduld und Gefühl nicht verlieren,
ich kann euch jetzt schon zusammen lachen hören.

Halt dein Leben lang zu dir,
irgendwann,
hallt dein Herzensbeben zu ihr,
und dann..

Ich weiß, wenn immer Meltem reimt,
dass sie Herzensbrecher meint,
doch ich will Hoffnung machen,
man kann auch zusammen lachen. 




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In der zivilisierten Version nicht enthaltene Reime:
richtig, Schuhtick, Showtek, Fick

Scheiss auf Mädels,
wir könn uns ein wedeln.

Grundidee:
Gegen dargestelltes Männerbild, Gegenentwurf, Jungs sind nicht scheisse!, Würde, Respekt.. mit Augenzwinkern:D



ORIGINAL




Samstag, 17. Februar 2018

Durch Erfinden Sie finden [Variante 2]

Vorwort:
Der Text soll die beobachtete Sorge darstellen, die vor allem Frauen empfinden, alleine zu sterben oder im Vergleich und angesichts des gesellschaftlichen Drucks bzw. fremder Erwartungen(z.B. Heirat, Haus, Kinder) einfach nur alleinstehend zu sein.
Karriere, Freiheit, Selbstverwirklichung, spezielle Werte oder Präferenzen, es gibt sicher einige nachvollziehbare Gründe, warum man single ist.
Ist es besser, kurzzeitig vergeben zu sein, um den zu eigen gemachten Erwartungen gerecht zu werden und nach Ende mit dem Label "Generation beziehungsunfähig" gebrandmarkt zu werden? Oder ist es besser, verdächtig lange den/die richtige/n zu suchen, evtl mit Blick auf gemeinsame Grundwerte?
Mein Text soll das Problem des Drucks, nicht single sein zu dürfen, der mit dem leichtsinnigen Gedanken einhergeht, "mit dem/der stimmt doch was nicht", darstellen, und als komische Lösung das Erfinden eines Fantasiepartners (wie Fantasiefreund im Kindergarten) auf den Plan rufen.
Es sollte nicht verwerflich und akzeptiert sein, wenn Allein-sein eine durchdachte Entscheidung ist.
Darum auch: Make Single-sein great again

Allgemein sollte man kritisch und interessiert sein, warum sich jemand entscheidet, lieber allein zu sein als in einer Gruppe, oder lieber single als vergeben.
Es erfordert innere Stärke, die verschiedensten Meinungen der Gesellschaft auszuhalten und seine eigene zu vertreten. Wie immer machen die Motivationen oder tiefergehenden Hintergründe zu Verhalten den Unterschied. Ein und dieselbe Erscheinung oder These kann ganz verschiedene Begründungen haben. Oberflächlich kann man sich mit jemandem verbunden fühlen, der ebenso gerne schwarze Kleidung trägt, aber der eine kann den düsteren Tod als Erlösung feiern und der andere kann Schwarz aus Trauer tragen, weil er den Tod als schmerzhaften Verlust begreift.




DURCH ERFINDEN SIE FINDEN
Make Single-Sein great again

Als ich mir hatte an den Haaren herbeigezogen,
dass ich verliebt wär
über beide Ohren,
und wär mit ihr zusammengezogen,
hätte ich meine Glaubhaftigkeit verloren,
wäre ich damit aufgeflogen.

Ich hatte auch längst ein reifes Alter erreicht,
doch mein Beziehungsstatus stagnierte im Vergleich.
Alle: Freunde, Bekannte,
waren zumindest in festen Händen,
auch meine Tante
lebt nun mit Peter in ihren vier Wänden.

Irgendwann hatte ich die Fragen und Vorwürfe so satt, 
warum ich keine Freundin hab.
Ich wäre zu wählerisch und bla,
da wurde ich erfinderisch.

Ich hätt sie auf Tinder gefunden,
täglich schreiben wir einige Stunden.
Ihr Name sei Juri und das ist russisch,
deswegen schreiben wir auf Englisch.

Wenn ich mir schon ne Freundin ausdenke,
dann richtig,
traumhaft wie im Märchenbuch,
und mit saucoolem Beruf.

Juri ist Astronautin und viel auf dem Mond,
sie trotzdem schon mit mir zusammen wohnt.
Der Beweis ist ein größeres Bett,
eine Zahnbürste mehr im Bad,
ein gefälschter Chatverlauf,
und ich hab auch Frauenschuhe eingekauft.

Ich schwärme und erzähle viel
von Juri und ihrem Hamster Louis,
dem ersten auf dem Mond.
Sein Gewicht nicht zu spüren
ist der kleine Fresssack gewohnt.
Juri will ihre Mutter nicht an Krebs verlieren,
hoffentlich wird sie auf dem Mond mit einem Fund belohnt.

Wenn Freunde mich nach Fotos fragen,
muss ich Photoshop nur rechtzeitig starten.
Und können Freunde ein Vorstellen kaum erwarten,
so ist sie zu diesen Zeiten,
spontan mit Rakete am Starten
in des Kosmos Weiten.

Einige Jahre ging es so gut,
bis ich Eva traf
und sie meiner Vorstellung entsprach.

So schnell wie ich Juri hatte kennengelernt,
so schnell war sie auch wieder entfernt.

Ich sagte,
sie hätt mich angelogen,
niemals sei sie auf den Mond geflogen,
so schnell wie ich sie fand,
nahm ich von ihr Abstand.
Und die reale Frau meiner Träume hält jetzt meine Hand.

Und zufälligerweise
passen ihr sogar Juris Schuhe.


Durch Erfinden Sie finden [Variante 1]

Zusammenfassung:
Der neue Klassenlehrer der 2b in Neckargemünd wird von Schülerinnen gefragt, ob er eine Freundin hat.
Er ist mittlerweile 38 Jahre alt und wohnt alleine in einer Wohnung.
Er erfindet seine Traumfrau und erzählt wie er sie gefunden hat.
Die Freundin einer Schülerin der 4. Klasse(Alter gefälscht) findet ihn auf Lovoo und er fliegt auf.


DURCH ERFINDEN SIE FINDEN

Herr Neckar zu Rhein ist 38 Jahre alt. Heute hat er seinen ersten Tag in der Klasse 2B der Grundschule Neckargemünd. 

Herr Neckar zu Rhein:
(voll motiviert und enthusiastisch)
Guten Morgen liebe 2b.
Es freut mich, euch kennenzulernen.
Ich bin Herr Neckar zu Rhein.
Ich bin ab heute euer neuer Klassenlehrer. Die Frau Schmitz-Peter wurde nämlich in den Dauerurlaub geschickt.
(schaut sich interessiert im Raum um)
Einen schönen Klassenraum habt ihr hier. Wer hat denn den bunten Vogel gebastelt, der da alleine zwischen den Krähen am Fenster klebt? Der ist ja schön.
Ich schlage vor, wir machen erst einmal eine Kennenlernrunde.
Ich fange mal an.
Wie ich heiße, das wisst ihr ja bereits. 

Tim:
Ja, du bist Herr Neckar zu Rhein.
Wegen dem Namen, warum ist der so komisch?

Herr Neckar zu Rhein:
Das ist eine gute Frage.
Diesen Nachnamen hatten schon meine Urururuururgroßeltern, irgendwann im Mittelalter, als es noch Ritter gab - und zuletzt habe ich ihn von meinen Eltern bekommen.
Also eigentlich sind meine Eltern auch ganz normal wie alle anderen, genauso unadelig wie die meisten.

Lisa:
Ich hoffe nicht, dass alle Eltern sind wie meine Eltern. Die streiten wegen so vielen Sachen und reden fast gar nicht miteinander.

Kevin:
Lisa, dann muss dein Vater einfach ausziehen. Seit mein Vater weg ist gibt es kein Geschrei mehr.
Aber ich vermisse ihn.

Pia:
Herr Neckar, bist du auch Vater?

Herr Neckar zu Rhein:
(überlegt kurz)
Nein, ich habe keine Kinder.
Aber ich habe ja jetzt euch. Das ist schon genug Verantwortung und Arbeit.
(überlegt weiter)
Aber - ich habe schon vor vielen Jahren eine ganz tolle Freundin gefunden. Ich bin jetzt 38, da ist es normal, dass man zumindest verheiratet sein sollte. Susi ist wunderschön, sehr schlau - und witzig.

Pia:
Ist die auch Lehrerin? Wo wohnt die?

Herr Neckar zu Rhein:
Natürlich wohnt sie bei mir und schläft mit mir.
(überlegt kurz)
Sie ist Astronautin.
(schwärmt erfinderisch)
Ja, es ist jetzt 7 Jahre her, als ich sie auf dem Mond gefunden habe. Damals war ich noch Professor für Astrophysik, also die Wissenschaft des Universums und des Sternenhimmels, an irgendeiner Universität. Für die Mission 69 suchte ich auf dem Mond nach Wasser, dem Ursprung und der Basis des Lebens.

Fortsetzung folgt nicht. Voraussichtlich :D