Montag, 22. Februar 2016

Die Verfolgung

Die Verfolgung

Ein Mann, der geht spazieren,
Seine Augen eine Frau erstieren.
Ohne sie zu genieren,
Ihm gefällig, verfolgt er sie unauffällig.
Hinterm roten Schild „Stop“,
Da biegt sie ab,
Der Gute Herr steppt,
Um die Ecke,
Fast abgehängt, hängt fest im Gestrüpp,
Mit seiner Jacke.
Doch der Mann hängt der Frau so hinterher.
Dass die Jacke sich am Faden auflöst,
Das merkt er nicht mehr.
Er töst, ja er töst ihr so hinterher.
So hinterher, so wie er ist,
Die Jacke er gar nicht vermisst.
Der Mann ist ja so besessen,
Er gar nicht checkt,
Vor lauter Heck-Meck,
Ist seine Hose auch noch gerissen.
Unser guter Mann ist sehr gerissen.
Was kümmert ihn die Entblößung?
Der Frau will er hinterher bloß,
Ob er nun läuft in Hemd und Unterhos,
Er will nur wissen, wo geht sie rein, in welches Haus.
In die Flötengasse eingebogen,
Da beißt’s in seinen Hosenboden,
Ein Kläffer, der hat zugeschnappt,
Der Mann, er scheint in Trance,
Oder vertieft in die Verfolgungsjagd,
Er kriegt das nicht mit.
Er kriegt nicht mit, dass die Unterhose entglitt.
Egal, dann ist die Hose eben weg,
Das Hemd hängt über seinem besten Stück.
Welches Hemd?
Eben war da noch ein Hemd.
Wie soll es anders sein.
Er schenkte es beiläufig einem Fremden.
Keuch, die Frau schließt die Türe auf,
Ein Husten bringt der Mann heraus.
Steht da draußen,
Wie eine nackte Maus,
Eine Maus ohne Fell,
Mann, lauf, lauf, schnell!
Bevor sie dich sieht und ins Internet stellt.





Donnerstag, 18. Februar 2016

Wer sind wir?

Wer wir sind

Wer sind wir?
Sind wir Getier?
Wie der Stier?

Stammen wir ab vom Affen?
Oder hat Gott uns erschaffen?
So formuliert vom Pfaffen.

Kommt der Mensch aus Afrika?
Erfand den Menschen edeka?
Versichern tut ihn die debeka.
Das zumindest  ist klar.

Die Frage woher wir kommen,
macht uns beklommen,
denn es wissen weder die Nonnen,
noch die Schreiner, es weiß einfach keiner.

Wie kann aus nichts etwas entstehen,
wie kann etwas aus nichts hervorgehen?
Apropos gehen.
Seit wann kann der Mensch auf 2 Beinen stehen?

Fragen über Fragen.
Plausible Aussagen, aber nichts Eindeutiges tritt zu tage.

Feststeht jedoch, der Mensch, der homo, stammt aus der afrikanischen Region namens Omo.
Das ist im Osten.
liegt wie in den USA Boston.

Hat der Mensch eine Seele,
oder ist er eine leere Höhle?
ist das Leben endlich oder nicht,
hier sind wir nun am Ende der Geschicht‘.




Weißt du, was Scheiße ist?

Weißt du, was Scheiße ist?

Scheiße ist braun,
Nicht nett anzuschau’n,
Doch nicht die Optik,
Der Gestank gibt den Kick.
Lieber ein Schlag in die Eier
Als der Geruch wenn ich reiher.
Lieber AIDS trotzen
Als durch den Anblick kotzen.
Lieber qualvoll ertrinken
Als durch den Gestank erstinken.
Lieber ein Leiden am Herz
Als in der Nase dieser Schmerz.
Lieber ein Messer im Bauch
Als von dem Geruch ein Hauch.
Lieber die eigene Haut gerben
Als durch den Geruch sterben.
Scheiße ist braun,
Ekelt Männer und Frau’n.


Was wäre wenn

Was wäre wenn

Was wäre, wenn wir nicht Gut und Böse siebten,
jeden einfach von Anfang an liebten?

Was wäre, wenn die kühlen Schneeflocken sich nicht kalt anfühlen,
sondern warme Gefühle aufwühlen?

Was wäre, wenn man Gott bewiese,
alle Skeptiker ziehen ließe?

Was wäre, wenn der harte Stein nicht weh täte,
weich wäre wie Knete oder rote Beete?

Was wäre, wenn der Himmel wäre von der Farbe nicht blau oder grau,
sondern einfach bunt wie die Federn eines Pfau?

Was wäre, wenn Salz nicht salzig schmeckte,
vielmehr wie Lutscher oder andere süße Objekte?

Was wäre, wenn man das Gedächtnis auf Speicherstick packte,
man auf überflüssiges Lernen einfach kackte?

Was wäre, wenn es keine Krankheiten mehr gäbe,
man sich jeden Tag gesund aus dem Bett erhebe.

Was wäre, wenn wir nicht allein im Universum wären,
es sich noch andere Spezies irgendwo vermehren?

Was wäre, wenn ich hier nun ewig weiter so schriebe,
ich auf jeden Fall Langeweile dabei vermiede?




Warum ich ein Computer bin

Warum ich ein Computer bin

1)
Was kommt mir in den Sinn
Dass ich ein Computer bin,
Fragst du noch,
Doch sieh genauer hin.
Aufstehen,
Arbeiten gehen, 
Hobbys nachgehen
Auf Partys abgehen,
Mit Freunden ausgehen,
Zu Bett gehen
Auf dem Grabstein stehen.
Alles in Ordnung, 
Alles nach Plan,
Hälst dich nicht dran,
Kommst in die Klinik,
Die ist nebenan.

2)
Alles so logisch, so ganz rational.
Ich bin ein Computer. Ich hab keine Wahl.
Sei vernünftig, sagt die Erziehung.
Speicher Daten, sagt die Bildung.
Geh arbeiten, die Demokraten.
Konvention, was ist das schon?
Ein Gesetz, was die Masse aufstellt?
Ein Gesetz, was von Wahnsinn abhält?
Wie ist es um die Freiheit bestellt?

3)
Ich wünsche mir Wahnsinn,
Verrücktheit und Unsinn,
Einen Fick auf Logik,
Weniger Stress, und Hektik.
Abwechslung und Unordnung.

4)
Pflichtbewusstsein,
Tugendhaftigkeit,
Regelkonformität,
Begriffe, die der Deutsche gerne hört.
Es ist ein Landsproblem mit Kern in der Vergangenheit,
Älter noch als die Einheit besteht.
Nach Revolutionen und Kriegen,
Ist die Ordnungsliebe geblieben.

UFO

Guten Abend.
Ich muss ihnen etwas erzählen.
Etwas vollkommen Außergewöhnliches.
Etwas schier Unglaubliches.
Das, was ich gestern Abend erlebt habe.
Ich bete Sie dringendst, mir Glauben zu schenken.
Denn es mag sich wirklich merkwürdig anhören.
Trotzdem ist es mir passiert und ich bin Zeuge.
Sperren Sie nun Ihre Lauscher auf.
Seien Sie eine Minute ruhig.
Damit meine ich Sie alle.
Sie, Sie, Sie, Sie und Sie.
können Sie sich vorstellen, was passiert ist?
Wissen Sie?
Also.
Ich ging gestern Nacht spazieren.
Genau beim Spazierengehen geschah es.
Mit meinem Hund an der Leine.
Mein Hund hat es übrigens überlebt.
Zum Glück, denn ich habe ihn echt lieb.
Ich frage mich allerdings, ob sich mein Hund genauso erschreckt hat wie ich.
Zumindest merkte ich ihm im Dunkeln nichts an.
Der Mond schimmerte und ich lauschte dem in der Dämmerung verschwindenden Wald.
Ich resümierte im Kopf die wichtigsten Ereignisse des Tages, wobei ich fast über einen Ast stolperte.
Ich hätte mich verletzten können, blieb jedoch unverletzt.
Schließlich blickte ich gen Himmel und sah ein UFO!

Hm. Naja. Könnte ja auch ein Flugzeug gewesen sein.

Kaffee

Über Kaffee

Und ja,
es gibt schon Texte über Kaffee,
aber 
das ist mir Latte.
Denn jetzt kommt meiner.
Milder, stärker, feiner.
Ganz aromatisch,
was Ich zum Kaffee
hier auftisch.
Morgens, wieder im Schlafzimmer angekommen,
dösig, die Sicht verschwommen,
hat mir die Nacht all meine Kräfte genommen, 
Was ich brauch nach diesem mega Traum, ist ein Kaffee in meinen Magenraum.
Oh Magie, diese Maschine, da ist sie, klein aber fein, schien schon immer, son Zauberwerk zu sein, und das in Meinem Zimmer.
Kaffeepulver rein, Wasser rein, nofilter-nein, und Kaffee raus.
Glas her, ohne Tasse geht es auch,
Zucker, Milch hinzu, so kommts Gemisch in mich, in meinen Bauch.
Das ist die Kaffee-Chemie, mein Freund, Kaffee, pur, ein Gift, nur, mit Milch und Zucker reagiert er, zur Heilkur.
Meine Maschine ist allerdings echt ein Wunder, denn Kaffee läuft da immer den gleichen Filter runter.
Der Mehrfach-Filter, für mich das Wunder. Genug der Filterstunde.
So geht er, ich, morgens aus dem Haus, mit Kaffeefahne, ein Hauch Milch, aufgebraust, beschwingt, schwingt mein Kreislauf auf runde, gesunde Bahne.
Gesunde Bahne?
Da war doch was?
Kaffee erhöht Blutdruck, Atmung und Puls, mehr Blut schießt durchn Hals in Kopp. Die Lebensdauer der Herzkreislaufgefäße wird knapp.
Kann Kaffee so negativ sein?
Aber nein.
Ich halte dagegen.
Der Verzicht führt, experimentell bewiesen, zu Depression, was heißt
Wer kann dem Trank so übel reden, 
morgens, anzutreffen, bei jedem.
Das Verlangen ist nicht nur daher zu erklären, mehr als nur Geschmack und Duft da wären.
Denns, was wissen wir, der Stress, er wächst immens!
Immens, der Stress, von überall, geht er uns auf die Nerven, Kaffee, gibt nötige Reserven, bringt den Stress zum Fall.
Im Fall des Zweifels sei bewiesen, ein Leben ohne Kaffee lässt sich nicht genießen, 
Der Verzicht führt zur Depression,
Stress, unbekämpft, zur Repression.
Letztendlich, was ich gegen Stress empfehl, empfahl
ist Kaffee, das Mittel erster Wahl.
Nicht die Konsequenz von Stress,

Die Resistenz gegen den Stress.

Tolle Toiletten Tragödie

Tolle Toiletten Tragödie

Tolle Toiletten-Tragödie
---------------
Im Bad.
Tom sitzt auf dem Klo und kackt laut und lärmend.
Würste plumpsen in die Schüssel.
Eine weit entfernte Stimme ertönt(mit Echo):
"Hallooooo."
Es klopft dumpf.
"Halloooooooo. Hallooo?"
Tom stellt sich auf und schaut sich vorsichtig im Bad um, ohne über seine Hose zu stolpern.
Die Stimme(etwas lauter):
"Wir sind hier unten!"
Tom runzelt die Stirn und beugt sich über die Toilettenschüssel.
Die Stimme von unten(energisch):
"Mein guter Herr. Ich bitte Sie. Haben Sie mal auf die Uhr geschaut?"
Der Wecker im Schlafzimmer springt um auf 2:38.
Tom reibt sich die Augen.
Die Stimme ist nicht sehr laut und Tom hält sein Ohr über die Toilette, als wäre die Schüssel ein Telefonhörer.
Die Stimme von unten:
"Müssen Sie um diese Uhrzeit noch so ein Rambazamba veranstalten?!
Es gibt auch noch Leute, die möchten nachts schlafen."
Kurze Pause.
Tom(zaghaft) ins WC sprechend:
"Ähhhhhhhh. Reden Sie gerade durch meine Toilette?"
Die Stimme von unten:
"Nein. Das wäre Quatsch. Das ist ein Tonband, was ich letzte Woche aufgenommen habe.
Nein, nein.
Aber glauben Sie im Ernst, ich würde mir um diese Uhrzeit die Blöße bieten, extra zu Ihnen hoch zu kommen, nur um mich bei Ihnen zu beschweren?"
Tom:
"Ja. Achso..."
Die Stimme von unten:
"Sollten Sie nochmals beabsichtigen, eine solche nächtliche Unruhe zu verbreiten, rufen wir die Polizei.
Zu ihrem Mann: Richtig Heinz?!"
Heinz(genervt, will eigtl einfach nur schlafen):
"Ja, Ursula."
Tom:
(zu sich selber)
"Das gibt's ja nich."
(nach unten, zaghafter)
"Ähm.. - Ich bin aber noch nicht ganz fertig. Da kommt noch was..."
Die Stimme von unten:
"Einverstanden. Wir geben Ihnen 5 Minuten.
5 Minuten Zeit.
Dann wird gespült.
Und dann wird geschlafen!
Zu ihrem Mann: Machst du uns noch einen Kakao zur Beruhigung!?"
Heinz(mürrisch):
"Ja, Ursula..."
1 Min Pause.
Tom kackt leise vor sich hin.
Er beugt seinen Kopf zwischen seine Beine.
Dann seine Frage, vorsichtig:
"Müssen - Sie denn - nie nachts auf Toilette?"
Die Stimme von unten:
(Entsetzt & schreiend zu ihrem Mann)
Heiiiinz!!! Hast du das gehört? Ich glaub es nicht! Er will tatsächlich wissen, wann ich auf Toilette gehe!
Das verbitt ich mir! Dieser Perverse da!"
Heinz ruft aus der Küche(sehr weit entfernt):
"Jaaaaa!"
Tom zu sich:
"Tolle Scheiße..."
Eine 2. Stimme, völlig ausser sich:
"Meine Herren!!
Haben Sie noch alle Schüsseln im Schrank?!
Was fällt Ihnen eigentlich ein, hier so ein Theater zu veranstalten!
Es ist fast 3 Uhr und ich muss in 4 Stunden schon wieder aufstehen! Denken Sie gefälligst mal an Ihre Mitmenschen!
Es gibt auch noch Leute, die müssen morgens arbeiten!"
Ein 2. Mieter, der Etagenzimmernachbar von Ursula und ihrem Mann, durch Ursulas Geschrei geweckt, hat sich in Toms Toilettenschüssel dazu geschaltet.
Ursula, weit entfernt:
"Wie bitte?! Ich bin der Küche!"
Tom ist inzwischen fertig mit seinem Geschäft und brüllt in seine Toilette:
"Er hat gesagt, Sie haben Ihn durch Ihr Geschrei geweckt! Das haben Sie jetzt davon! Nur weil ich meinen natürlichen Bedürfnissen nachgegangen bin!"
Tom spült.
Eine 3. mächtige Stimme erhallt, eine ruhige weise Stimme:
"Es ist unhöflich,  mitten im Gespräch zu spülen."


Supermarkt Skandal

Supermarkt Skandal
---------------

piep . piep . piep . piep...

zack. bäm!
.
..

"Oh mein Gooott! Da ist ein Würstchenglas vom Band gefallen!!"

"Ahhhhhhhhhhhh!!!!"

"Hatten Sie Würstchen eingekauft?"

"Jaaa",
spricht die ältere Dame langsam.

"Die sind gerade vom Band gefallen."

Die Dame fällt gestresst in Ohnmacht.

Die Kassiererin:
"Bitte alle Kunden an Kasse 2!"

"Und Lappen, Kehrer, Eimer zu Kasse 1!
Vorsicht!! Hier liegen Glassplitter und riechendes Wurstwasser!!!"

"Worauf warten Sie denn noch? Jetzt machen Sie doch endlich die Würste vom Boden weg!"

"Ich weiß nicht wie. Noch nie ist hier ein Wurstglas auf den Boden gefallen."

"Ja, aber dann machen Sie es doch endlich weg."

"Aufpassen mit dem Lappen! Da sind Glasscherben zwischen!"

Massenpanik.

Der Supermarkt wird am Ende evakuiert und geschlossen.


Was wäre gewesen, wenn das Wurstglas nicht vom Band gefallen wäre?



Mit meinen Fingern getippt=


SPRIT

Sprit
                                                    Richard Niedler                                              2012
Sprit. Das Auto tankt es. Der Fahrer trank es.
„Nich lang schnacken, Kopp in Nacken!“ (Trinken) (Gluck Gluck Gluck Gluck Ahhhh.)
Sp-rrr-rrrrr-rrrr-rrrrr-rrrrrrr-it  -z – tour (Spritztour)...
Guten Appetit. Der Sprit machte Gerrit fit. Er fluchte noch kurz Igitt. Die paar Mol Alkohol schmeckten ihm nicht wohl. Sein Hirn jedoch erhielt einen gewaltigen Tritt. Und dann: Prosit!
„Zicke Zacke. Hicke Hacke Hicks Hicks….. Ah... kaggeee.” Sprit. Gerrit kannte sein Limit nit. Trotzdem klemmt er sich vor’s Steuer, nach 12 Bitt, kein Wunder, dass ihm das Lenkrad entglitt. „Mauer!!!“ Er traf auf Granit. Der Sprit entpuppte sich als gewaltiger Fehltritt. Somit war dieser kein Hit. Ich will nicht wissen, wie lang Gerrit noch im Auto litt zwischen dem ganzen Splitt. Der Aufprall klang wie eine Explosion von Dynamit.  „Ihhh, Ähh! Dieses Gesicht, Igitt!!!“
Die Moral von meinen Gedanken, achte stets auf die richtige Reihenfolge beim Tanken. Du willst doch nicht etwa auch abdanken?!
Das empfehle ich vor allem den Schlanken!
Doch was wäre die Welt ohne Sprit? Jeder Transit fährt damit. Und kein Transit wär‘ ein Rückschritt. Auf der anderen Seite macht jemand immens Profit mit Sprit. Die Preise in der Vergangenheit sanken und sanken, aber jetzt, darüber lässt sich ranken und zanken. Die Gelder auf den Konten meiner Banken schwanken und wanken. Ich werde ganz zornig bei dem Gedanken. Die Benzinpreise machen aus mir einen Armen, einen Blanken!

Ach..., Vielleicht sollte ich vergessen die Kohl‘(Geld) und wechseln den Pol, tanken ein paar Schlucke Alkohol, der mich vergessen lässt das korrupte  Spritmonopol.

Spektakel

Spektakel(2013)
Richard Niedler


Ich stehe am Fenstersimse,
Beobachte den Horizont,
Lichtgeflacker im Takte
Der Schüsse eines 007-Bond,
(Im Takte eines Pärchens SMS-
Gesimse.)


Die hellen Töne blitzen und blatzen,
blatzen und blitzen,
Als ob wir in der Disco sitzen.
Es offenbart sich eine Laserschau,
Schöner anzuseh‘n als jede Frau.
Herrlich wie die Lichter glitzen.


Nebel liegt in der Luft wie im Club,
Dort tanzt Dirn und Bub,
Hier tanzt Proton und Elektron
Im Takte des Donners tiefen Ton.
Plötzlich ertönt der Schauer schon.


Ich höre die Tropfen prasseln,
Harmonisch zu des Donners Bass,
Ey Vater, ey DJ, gib mal Gas.
Himmlisches Schlagwerk, untermalt
Mit strahlendem Feuerwerk.


Der Grashalm im Winde wippt,
Während es aus Eimern kippt.
Alles tanzt, kracht und lacht,
In dieser Nacht ist alles erwacht.
Vaters Orchester ist vollbracht.



Spannende Spannerei

Spannende Spannerei


Ein gespannter Spanner sitzt am finstern Fensterglas, ein Fernglas in der Hand,
verspannt und versteckt, hinter der Fensterbank.
Verdeckt von Tannen, sein Spannen undurchschaubar, skrupellos, durchschaut er ihr Fensterglas, es ist gardinenlos, wie die Frau sich auszieht, ein Anblick, aus dem der Spanner seine Lust bezieht.
Ehe er’s sich versieht, ein Duft, er seine Nase verzieht, vor lauter Spannen hat er die Nudeln auf dem Herd verpennt, es brennt.

Es brennt, es brennt. Er rennt hinaus, gar transparent, nackt wie er ist, seine Nudel verbrennt. Ob er sie wohl vermisst?

Depri Shit

Seit Oktober ist es her,
Das Gefühl "Ich will nicht mehr".
Die Uhr macht Tick.
Ich lieg im Bett.
Die Augen zu.
Die Augen nass.
Denke ich nach.
Wie es mal war.
Es war mal froh.
Es war mal bunt. Und
lustig, leicht, locker. 
Jetzt lieg ich im Bett.
Bin matt und wenig heiter.
Gelangweilt vom Leben.
Müde des Lebens.
Immens gebremst.
Seelisch, physisch und geistlich
verkomm ich.
Tragisch? Nein!
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Von nix kommt nix.
Es ist nur etwas kompliziert.
Mir fehlt etwas zum Schmieden.
Wo ist es bloß geblieben?
Es gab ja mal Ziele.
Zumindest Ideen.
Vielleicht auch Pläne.
Jetzt hab ich keine Kraft mehr
weiter zu gehen.
Scheiss schwere Steine.
Denk an die Zukunft.
Was soll das für ein Leben werden?

Sehnsucht

Sehnsucht

Ich wünsche  mir den Sommer her
So läg ich tagelang am Meer,
Den kalten Monat hab ich satt,
Das heiße Wetter will ich anstatt.

Sommer bedeutet gute Laune,
Wenn ich schwitze und draußen saune.
Sommer bedeutet Badespass,
Wenn ich ohne Regen werde nass.

Sommer, Sommer, wo bleibst du nur,
Noch fehlt von dir jede Spur.
Sommer, Sommer,  wann kommst du wieder, 

Die jetzige Saison ist mir zuwider.

Oh Som-mer, bester Som-mer, komm her.

Radeln bei Regen, Wind und Wetter

Radeln bei Regen, Wind und Wetter

Immer noch unruhigen Atems, sitze ich auf meinem Bett mit dem alten iPhone 4, was so leicht nicht ersetzt werden kann.
Draußen schneeregnet es. 
Ich frage mich, ob dieses Tun-Wort eigentlich existieren tut.
Ganz gleich.
Eigentlich wollte ich noch direkt im Fahrradkeller meine hastige Heimtour bei dem hagligen Unwetter schnell zu iPhone4-Notiz bringen.
Denn in meinem Zimmer verfällt schnell meine Konzentration.
Ich habe festgestellt, dass ich in manchen Punkten doch eine andere Weltsicht habe, die aber schon immer. Ich weiß noch früher, als ich gerne zu meinem Freund Benjamin gelaufen war, zumindest einzelne Etappen. Da war es auch wie ein Spiel gegen mich selber. Wie beim Autorennen ein Rennen gegen sich, Ghosting nennt sich das, meine ich.
Heute bin ich wieder mal nicht ungern mit meiner Klapperkiste, die immerhin ca 5 km von Ilmenau nach Manebach, durch den Wald geheizt.
Ich bin stolz darauf. Ich denke mir dann: Siehste Richard, wenigstens gegen das urtümliche Wetter kannst du gewinnen. Oder: Krank und falsch bist du, aber wenigstens hast du den Mut und Eifer, bei dem Wetter mit Fahrrad durch den Wald zu fahren.
Während ich durch den Wald fuhr, dachte ich dann, wie viele Menschen mich wohl versucht hätten abzuhalten, mit Worten wie: „Das ist naiv! Das ist gefährlich! Wenn da was passiert!“
Unherzliches Gutredepalaber. haha
Gut, da lagen Äste und Steine, aber ich denke, dass ich allgemein viel berechne und mir über Folgen Gedanken mache. Egal ob Worte oder Taten. Ist ja klar.
Das Radfahren bei jedem Wetter ist für mich wie ein Spiel. Ein Spiel, bei dem es gilt, das Wetter auszuhalten, ohne zu verzweifeln oder dadurch sogar noch die Laune versiebt zu kriegen. Schnell ans Ziel. In mein Zimmer im 2. Stock, in der Goethestr. 
Dort habe ich zwar nur 20qm, aber die höchste Gedanken- und Handlungsfreiheit. Vielleicht meine Lieblingsfreiheit. Unabhängigkeit und Freiheit, der Dinge, die ich hier tue.
Fahrradfahren ist das Gleiche für mich: Freiheit und Unabhängigkeit
Einfach ist es auch und ich erinnere weiter an meinen Essay und Diss des motorisierten Fahrens.
Die entgegen kommenden Autofahrer und zuletzt die Ladenbetreiberin halten mich vielleicht für verrückt oder dumm.
Durchnässt, keuchend, quietschende Bremsen und Schepperndes Schutzblech.
Selbst der Gedanke, die Erklärung, es als Spiel zu sehen, eine Art Überlebenskampf, Stärkeprüfung oder Mutprobe, würde diese Leute nicht überzeugen.
Das, was fehlt, ist: 
DIE FAN-TA-SIE


Ich habe gestern spät Abend noch ein wenig den Nervenarzt von 1949 gelesen, dessen Berichte wirklich spannend sind. Es zeigt mir, wie auch "Spuk unterm Riesenrad", die Qualität der damaligen Information. Die Präzision, Ausdrucksstärke, Liebe zum Detail.
Zeit ist Geld. Alles zu viel ist schizophren. Ich liebe es.
Ich finde wirklich, dass da ein negativer Verlauf stattfindet.
Dieses Schreiben hier erinnert mich auf jeden Fall an den "Jungschen Assoziationsversuch", der Aufschluss über Charakter, Vorstellung und Gedankenfluss eines Patienten geben soll.

Na, ist mein Gedankenverlauf interessant?

Ist er das? Ja ist er das?

Psycho Schule

Ein kleiner Stuhlkreis mit 6 Patienten in einem Klassenraum.
Ein alter Mann kommt herein und setzt sich dazu.

"Hi.
Verzeiht die Verspätung. 
Ich bin Dr. Winter, ein Freund von Herrn Dr. Alzheimer.
Er hatte den Termin wohl übersehen, telefonierte er mir vom Flughafen in Dubai hinterher.
Und ich war seit meiner Frühpension 1999 nicht mehr in dieser Schule.
Zu schade, dass die Psychiatrie überfüllt ist. 
Nun ja.
Dr. Alzheimer hat mir alles Nötige gemailt, um mit der Psychose Gruppe hier fertig zu werden.
Duzen ist in Ordnung?
Immherhin sollen Sie mir ja Ihre Probleme anvertrauen.
Aber zunächst schauen wir mal, ob alle da sind.
Was ziehst du eigentlich die ganze Zeit fürn Gesicht?"

"Ich bin depressiv."

"Das steht nicht auf meiner Liste. 
Und weiter?"

"Selbstmordgedanken..."

"So so. 
Zeit für mein erstes Bier...
Zisch. Ihr wisst ja, wie wichtig Rituale am Tag sind und Regelmäßigkeiten. So hat man immer was, worauf ich mich freuen kann. Jeden Mittwoch steht z.B. DSDS auf dem Plan.
Ahhhhhh. Tut das gut...
Fangen wir gleich mit den Problemen an. 
Ich bin mit 34 mit Burnout von dieser Schule, unglaublich.
Achmed. Was ist dein Problem?

"Ich bin Lukas."

"Oh. Sah so aus."

"Räusper. Ich bin Islamist."

Dr. Winter wendet sich zu Achmed.

"Und Achmed. Was ist das für eine psychische Störung?"

"Ich kämpfe für Gerechtigkeit, indem ich alle abmurkse, die sich nicht meinen Gesetzen fügen."

"Au backe. Immer nur ruhig.
Du hast auf jeden Fall einen Antrieb. Das ist schön."

"Ahhhhhhh."

"Was schreist du so?"

"Wenn ich Terroristen sehe, werde ich aggressiv! Ich bin Thomas."

"Ja Thomas. Affektive Störung.
Ein wenig Toleranz dieses Mannes, der selbstbewusst für sein Ziel kämpft. Sich immer mit Leuten vergleichen, die erfolgreicher sind, ist nicht gesund."

"Und Sie sind wohl mehr Alkoholiker und fernsehsüchtig.
Wie mich diese Verdrehungen aufregen!"

"Ich bin Maurice. Und meine innere Stimme sagt mir, dass Streiten auf Blutdruck, Gefäße und Herz geht.
Ich bin hochbegabt, aber total persönlichkeits- und anpassungsgestört. Ich hasse Menschen, die der Umwelt schaden und anderen. Ungerechtigkeit. Wirklich."

"Hochbegabt?"

"Ja, sonst hätte ich die ganzen Probleme nicht erkennen können."

Ein Mann spricht auf arabisch dazwischen.
Darauf Herr Dr. Winter:
"Aha. Schizophrenie. Fantasiesprache. Alles gut?"

Der Mann stottert:
"Ich - bin - Flucht - von - Syrien"

Achmed:
"Religion? Sunnit oder Shiit?"

"Evangelisch."

"Stopp! Das geht mir hier zu sehr durcheinander. Das ist doch alles assoziationsgelockert und gedankenmäßig murks, was ihr redet!"

"Wie alt bist du?"

"12. Ich bin Klassenbester.
Ich hab mit 11 die Diagnose Bipolar-II gekriegt.
Ich grenze mich selber aus, um nicht den langweiligen, mediengestörten Denkrichtungen meiner Mitschüler zum Opfer zu fallen. Ich will nicht, wie die werden."

"Ja Frechheit. In der Entwicklungsphase so früh in dem Alter solche Diagnosen zu stellen."

"Man soll nicht alles glauben."

"Können wir eine Raucherpause machen?"

"Rauchen geht auf Lunge und Herz und eine Zigarette verringert das Leben um 30 Minuten."

"Ich weiss. Egal. Ich tus trotzdem, fühlt sich gut an.
Und Sie sind ja auch im Internet unterwegs, obwohl die Server Tag und Nacht immer Strom ziehen."

Herr Dr. Winter:
"Die Sinnfrage ist spannend.
Vor allem, weil sie sich nicht nur aufs Leben, sondern auch auf alles anwenden lässt, das im Leben eine Rolle spielt. Arbeit, Medien, Geld, Rauchen, Essen.
So, die Dose ist halbleer.
Wir machen Pause."